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Asgard

Welandus

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Vorgeschichte Bearbeiten

Die Sonne Tarantias stand schon tief und die hohen Gebäude der Stadt zogen lange Schatten durch die noch belebten Strassen. In der Ferne konnte man das laute Lachen und das geklimper der Musikanten in der Tarverne hören, die Luft war erfüllt vom Geruch der Pferdeställe die ebenfalls unweit waren.

Welandus passierte eine Wache, die scheinbar unaufmerksam auf ihrem Posten döste. Gehüllt in einen dunklen Mantel der die scheinbar zerfurchte Rüstung zu verdecken versuchte, stahl er sich langsam die Treppen herauf zum großen Tempel.

Vor einigen Sonnenzyklen noch rannte er mit seiner barbarischen Meute durch die wilden Lande. Mordent, brandschatzend und im ewigen Blutrausch wurde alles niedergemetztelt was sich nicht vor ihren Augen verbarg. Sie ergözten sich am Geschrei der Weiber und den Todesschreien der Männern und Alten. Aus dem Brunnen des Dorfes war Kindergekreische zu entnehmen und man sah zwei schallend lachende Krieger die den Brunnen dem anschein nach mit neuen Kindern fütterten.

Später, tief in der Nacht hatten sie ihr Lager direkt am Dorfrand aufgeschlagen. Welandus war ermüdet und verkroch sich an einen ungestörten Ort an der zum Teil noch stehenden Dorfpalisade und zählte sein erbeutetes Gold. Irgendwann überkam es Ihn und er schlief ein.

Ein tiefes brummen von sich gebend und die Augen zu einem Schlitz geöffnet in Richtung der aufgehenden Sonne Aquilonens erwachte er.
Es lag eine ungewöhnliche Stille in der Luft, als er sich umsah standen keine Zelte mehr dort wo einst das Lager stand nur noch das große Feuer schob kleine dunkle Rauchschwaden gen Himmel. Fluchend erhob er sich das seine Männer ohne ihn weitergezogen sind und ihn hier vergessen hatten.

Unweit spielte ein Kind in den Feldern mit einem kleinen Stock, ein überbleibsel aus vergangener Nacht das wohl gerissen genug war den Händen seiner Männer zu entkommen.
Welandus wollte diesen Fehler noch schnell bereinigen und griff zu seiner Linken nach der Axt. Die Axt war nicht da, Zorn überkam ihn und er stoß einen weiteren Fluch gen Himmel. Nach genauem hinsehn erkannte Welandus das der kleine Stock des Jungen kein Stock war sondern eine Axt, nämlich seine Axt. Entschlossenen Schrittes ging er auf den Jungen zu, er wollte ihm jeden Knochen einzeln brechen. Welandus baute sich vor dem Jungen auf und blickte ihn zornig an und sprach " Ist es nicht eine Unverschämtheit Fremden ihres Hab und Gut zu entledigen?". Der kleine Junge sah erschrocken auf und stammelte nur bruchartig heraus " Ich wollte sie mir nur leihen, ich hätte sie bestimmt euch wiedergegeben." - " Gut, dann gib sie mir wieder, damit ich dir deine Frechheit aus dem Kopf schlagen kann." Der Junge erstarrte, hielt die Axt dennoch fest im Griff, so gut er es mit seinen dünnen Ärmchen eben konnte, " Und wenn ich es nicht tue? ".
Welandus war schokiert von der Antwort, ein kleiner Bängel wagte es ihm die Stirn zu bieten, ausgerechnet ihm, der schon in zahlreichen Schlachten und Massakern einige an Leben ausgelöscht hatte, alle mit dieser Axt." Gib mir die Axt ! Sofort! Sie ist meine Seele ! " -
"Eure Seele? Bei Mitra welcher Mensch hat seine Axt als Seele?" er atmete kurz " Und was macht ihr wenn ihr sie verliert?". Welandus Zorn hielt an,dennoch verwirrt vom Mut und der Neugier des kleinen Jungen, konnte er sich beim besten Willen nicht ausdenken was er auf solch eine Frage hätte antworten sollen. Was macht ein Mensch wenn er seine Seele verliert? " Junge! gib mir sofort die Axt! und ich werde dieses einzige mal Gnade walten lassen." Der Junge lies die Axt einfach fallen und rannte in großem Bogen um Welandus herum ins Dorf hinein. Welandus hob seine Axt auf, begutachtete sie genau und dachte leise bei sich was sich der Bängel erlaube seine Seele einfach in den Dreck zu werfen.

Die folgenden Tage verbrachte er damit seine Meute zu finden. Er konnte nur Nachts reisen am Tage war das Risiko zu groß von königlichen Patrolien entdeckt zu werden. Unter Tage wenn er schlief sah er in seinen Träumen immer diesen einen Jungen. Und immer sagte er "Deine Seele ist ein dummes Stück Holz!" Nach einigen Tagen und immer wiederkehrenden Träumen konnte Welandus seine Axt nicht mehr sehen. Sie wiederte ihn an, ein dummes Stück Holz das seine Seele sein soll. Mit all seiner Kraft nahm er die Axt und schleuderte sie geradewegs in ein Stückchen dicht bewachsenen Waldes. Er hörte sie durch die Luft sirren das anschließend durch ein leises krachzen verstummt. Er wusste das seine Axt an einem Baum zerborsten war, nein seine Seele lag zerborsten dort. Am folgenden Tag erschien der Junge wieder in seinen Träumen, aber er lächelte diesmal allen anschein nach, nicht wie immer den gehässigen Blick aufgetragen. " Du hast dich also entschieden! keine Seele ist immernoch besser als Deine, hmm? Aber keine Seele heisst auch kein Leben nach dem Tod! "
Die Träume machten Welandus sehr zu schaffen, er kam nurnoch schwerfällig voran, seine Meute war bestimmt schon vier Tagesmärsche vorraus, wenn es überhaupt die richtige Richtung war. Welandus setzte sich auf einen vermoderten Baumstumpf, der schon leicht feucht war vom aufziehnden Nebel der sich im Moos niederlies und kleine tröpfchen bildete. Stillschweigend bei sich entschied er, dass es so nicht weitergehe. Er braucht eine Seele, aber woher nimmt man eine Seele? und wer soll sie ihm geben? geschweigedenn verdienen?. Set würde ihn auslachen, ihn einen Narren schimpfen und ihn in die ewige Sklaverei treiben selbst nach dem Tod.
Welandus dachte an den kleinen Jungen. Ein Junge kaum älter als vielleicht dreizehn Jahre, der felsenfest vor ihm stand im Glauben an Mitra. Ein Junge der die Welt nicht kennt, aber dennoch weiss was ihn erwartet. Und alles weiss er von Mitra. Ein kleiner Junge an dem er zerbrach. Ein Junger der stärker war als er....

Gegenwart Bearbeiten

Mittlerweile zieht Welandus als Templer und Diener Mitras durch die Welt.
Die Ausbildung war hart genug, die Lehren Mitras oft unverstanden. Aber er hat dazugelernt, und mit der Zeit kamen auch die Erkenntnisse über dessen Richtigkeit. Er hatte großes Glück das Bischöfin Shalimar ihn überhaupt duldete, aber sie war wohl überzeugt das Welandus sein Wesen ändern möchte und das auch er einst Mitras Wille in der Welt verbreiten könne.
Welandus entdeckte völlig neue Seiten des Lebens. In seiner Vergangenheit nahm er sich was er brauchte, heute verschenkt er was andere benötigen. Das innere Gefühl einfach etwas Gutes getan zu haben, und dies zu erkennen in den freudigen Augen der Bedürftigen hat ihn jetzt so eingenommen, wie einst der Blutrausch der Vergangenheit.
Dieser völlige Wandel hat Welandus zu einem anderen Menschen gemacht. Mittlerweile dient er schon als Templer-Meister direkt unter der Erzbischöfin und dem Templer-Großmeister. Das Vertrauen ist gewachsen, und mit ihm all sein Glück.

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